Chronik

Pölich - Wenn die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Pölich auch nicht gerade ein rühmlicher Anlaß war, nämlich eine Hexenverbrennung, so wissen wir doch aus der Ableitung des Ortsnamens von "pulchra villa" (schönes Landhaus), daß auch hier die Römer siedelten. Wo kein Brunnen, da muß eine Wasserleitung her, dachten sich die alten Römer und führten von den Hängen der Voreifel das für die Bäder und den Verzehr benötigte Wasser in den Ort. Wer sich einen Eindruck einer solchen antiken Wasserleitung verschaffen möchte, der mag sich die Ausgrabungen und die Rekonstruktionen oberhalb der Kirche ansehen. Dort wurde die zu einer Badeanlage eines römischen Gutshofes gehörige Wasserzuleitung in den Weinbergen freigelegt. Einst zum Königshof Detzem gehörend kam auch Pölich im Jahre 634 in den Besitz der in dieser Gegend reich begüterte Abtei St. Maximin. Erst seit der Säkularisation pflegen Privatleute den Weinbau (Weinlagen: Pölicher Held, Lay) und feiern dies jährlich mit dem Wein- und Brunnenfest am 1. Wochenende im Juli.