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Wasserleitung
 

 

     
 

Kultur

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war nicht gerade ein rühmlicher Anlass, eine Hexenverbrennung.
Der Ortsname Pölich leitet sich von der lateinischen Bezeichnung "pulchra villa" (schönes Landhaus) ab. In der Tat gab es in dem Ort eine römische "villa suburbana". Sie wurde im 3./4. Jahrhundert an Stelle eines kleineren Vorgängerbaus errichtet. Ein prächtiger Badetrakt befand sich südlich der heutigen Kirche.

Möglicherweise existierte noch eine zweite Villa. Versorgt wurden die Anlagen mit einer römischen Wasserleitung, die noch heute erhalten ist. Im 7. und 8. Jahrhundert diente die römische Villa als fränkische Grabstätte.
Bis 633 gehörte Pölich zum merowingischen Königshof Detzem, bevor es dann als Schenkung König Dagoberts in den Besitz des Stifts St. Maximin aus Trier überging. Im Jahre 1140 wurde der Abtei der Besitz des Ortes und einer Kirche von Papst Innozenz bestätigt.
  In der Franzosenzeit nach dem Ende des trierischen Kurstaates kam Pölich zum Kanton Schweich und zur Bürgermeisterei Mehring, zu der es auch in preußischer Zeit gehörte. Im Zuge der Säkularisation wurden die Güter der Abtei St. Maximin versteigert. Erst seit dieser Zeit betrieben auch Privatleute Weinbau.
1921 wurde Pölich eine Kapellengemeinde und erhielt ein Jahr später einen Pfarrvikar. In den 1920er Jahren dehnte sich das Wohngebiet des Ortes aufgrund steigender Bevölkerungszahlen nach Süden und Norden aus.

 
     
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